
Bei der Glasverarbeitung wartet das Glas auf nichts. Wenn das Heizprofil während des Biegens, Glättens, Trocknens der Beschichtungen, Laminierens oder beim Versiegeln von Isolierglas aus dem Gleichgewicht gerät, muss man die Folgen in Form von Schrott und erneuten Prozessen tragen. Eine Hochtemperaturlampe ist nicht nur eine Wärmequelle – sie ist auch die Steuereinheit für den gesamten thermischen Prozess.
Was technisch wichtig ist
Wir verwenden Kurzwellenquarzemitter bei diesen Lampen, denn sie reagieren schnell und sorgen für eine präzise Temperaturregulierung. Die Leistungsdichte wird an das Werkstück sowie den jeweiligen Prozess angepasst – typischerweise 3–8 kW/m², wobei diese Werte nach Zone gesteuert werden können. Dadurch wird das gewünschte Temperaturniveau schnell erreicht, ohne dass es zu Überhitzungen kommt. Das Quarzkörper bleibt dabei heiß und sauber, was die Konvektion verringert und die Wärme genau dorthin lenkt, wo sie benötigt wird – nämlich auf die Glasoberfläche. Eine bessere Temperaturgleichmäßigkeit im Zielbereich reduziert die thermischen Belastungen. Zudem ermöglicht das schmale Spektrum eine effiziente Übertragung der Energie auf das Glas sowie die Beschichtungen – somit erhält man pro Zyklus mehr nutzbare Energie.
Warum es funktioniert
Beim Biegen von Glas sorgt die Lampe dafür, dass die Wärme genau dort entsteht, wo die Form mit dem Glas in Berührung kommt. Dadurch wird die Zeit bis zur Erreichen der gewünschten Temperatur verkürzt und die Formstabilität gewährleistet. Beim Glätten muss die Erhitzungsrate schnell und gleichmäßig sein. Diese Lampen liefern eine schnelle, kontrollierte Erwärmung, was wiederum zu einer konstanten Abkühlung und zu dem gewünschten Kompressionsdruck führt. Bei der Trocknung von Beschichtungen sowie beim Laminieren von EVA/SGP/PVB ist eine präzise Temperaturregulierung entscheidend. Ist die Erhitzung zu langsam, bleiben Lösungsmittel oder Blasen zurück. Ist sie zu schnell, entstehen Unregelmäßigkeiten auf der Oberfläche. Mit einer stabilen Zonekontrolle kann die Zeit im Betrieb verkürzt werden, ohne dass die optische Klarheit und Haftung beeinträchtigt werden. Bei der Herstellung von Isolierglas beschleunigt die Lampe die Aushärtung der Versiegelung, ohne dass der Trockenstoff überhitzt wird – dadurch bleibt die Langzeitintegrität der Versiegelung gewährleistet.
Was Sie bei der Installation und im täglichen Gebrauch wissen müssen
Diese Lampen sind als Ersatzmodule für Standardrahmen konzipiert – doch die Ausrichtung und der Abstand sind entscheidend. Die Oberfläche des Emitters muss parallel zum Glas liegen und in der vorgesehenen Arbeitsentfernung verbleiben. Selbst eine kleine Fehlausrichtung kann zu Unregelmäßigkeiten führen. Bei anhaltenden Temperaturen über 900°C ist mit einer kürzeren Lebensdauer der Lampe zu rechnen. Planen Sie daher den Austausch der Lampen entsprechend Ihren Wartungszeiten ein. Bei der Installation sollten Sie unbedingt die Leistungsdaten, die Kühlungsanlage sowie die Anschlüsse mit den Spezifikationen Ihrer Maschine abgleichen. Fehler hierbei können dazu führen, dass selbst die beste Lampe nicht richtig funktioniert.